hier versuche ich immer wieder gestellte fragen zurblockflöte oder zum
blockflötenspiel zu beantworten. es ist mir bewusst,dass es manchmal verschiedene
antworten zu einem thema gibt. ich hoffe aber, ihnen eine möglichst praxisnahe
antwort zu geben. falls sie ihre frage hier nicht beantwortet finden, können
sie hier ihre frage stellen. ich werde sie sobald als
möglich beantworten.
Fragen
- Wieso wird meine Blockflöten
immer heiser?
- Welche Bedeutung hat die Holzart
bei der Blockflöte?
- Hier könnte Ihre Frage stehen!
Antworten
Für das "Heiserwerden" von
Blockflöten sind eigentlich zwei unterschiedliche Ursachen verantwortlich.
Tönt zum Beispiel die Flöte schon von Anfang an "heiser", das
heisst, der Klang hat sich verändert, die Ansprache ist heikel, die Höhen
klingen scharf und die tiefen Töne sind nur schwer zu spielen, dann ist meist
eine Veränderung der Blocklage verantwortlich für das
"Heisersein". Dies lässt sich durch eine Korrektur des Blockes,
meist gleichtzeitig mit einer Reinigung des Windkanals beheben und ist
eigentlich ein Service am Instrument, der in gewissen Abständen beim Hersteller
oder Instrumentenbauer gemacht werden sollte.
Die andere Heiserkeit tritt meist nach ein paar
Minuten spielen auf und ist auf Kondenswassertropfen im Windkanal
zurückzuführen. Hier muss vor allem versucht werden, die Bildung dieser
Tropfen zu verhindern. Wichtig vor allem ist wie in den meisten Spielanleitungen
vermerkt ist, das Instrument nicht in sehr kaltem Zustand zu spielen sondern
vorher gut auf Körpertemperatur zu wärmen. Leider lässt sich trotz vorwärmen
das Bilden von Tröpfchen nicht ganz verhindern. Ein paar kleine Tricks sollen
Ihnen helfen, damit umzugehen: Wenn Sie vor dem Spielen leicht in den
Labiumbereich und Windkanal hauchen, können Sie verhindern, dass die
Wassertröpfchen am Ende des Windkanals hängen bleiben und eben die Heiserkeit
verursachen. Versuchen Sie dann beim Spielen die Tröpfchen, die sich bildenden
Tröpfchen nicht immer zurückzusaugen, sondern konsequent nach unten,
d.h. in Blasrichtung auszublasen, indem Sie einen Finger über den Labiumbereich
(nicht aufs Labium!!) legen und mit kräftigem Atem das Kondenswasser ausblasen.
Somit geben sie den Tröpfchen sozusagen den Weg an. zurück
Eine Blockflöte kann aus
unterschiedlichen Holzarten hergestellt werden, die in ihrer Bedeutung
verschieden sein können (siehe auch Blockflötensuche
nach Holzart). Zum einen für den
Blockflötenbauer, denn er muss wissen, welche Holzarten sich überhaupt für
ein Instrument eignen und wie sie im speziellen zu bearbeiten sind. Auf der
anderen Seite ist die Bedeutung für die Spielerinnen und Spieler
vielleicht eher aesthetischer Art oder wird mit einem bestimmten Klangbild in
Verbindung gebracht. Grundsätzlich kann man sagen, dass je härter ein Holz
ist, desto heller und obertonreicher ist der Klang. Das hängt damit zusammen,
dass man bei harten Holzarten eine viel feinere Oberfläche der Innenbohrung
erzielt und die tonbildenen Bereiche der Blockflöte viel exakter Ausschaffen
kann. Bei weichen Holzarten (z.B. Ahorn) kann es sein, dass gewissen Bereiche
des Klangspektrums abgedämpft werden und nicht zum klingen kommen. Dafür
werden, bedingt durch das leichtere Holz, gewisse Grundschwingungen verstärkt
und damit das Instrument eher "grundtönig". Dies ist aber eigentlich
nur zwischen ganz extrem unterschiedlichen Holzarten wirklich hörbar. Bei
ähnlichen Holzarten (wie z.B. Rose oder Palisander) sind die Unterschiede meist
auf andere Gründe zurückzuführen. Jedes Instrument, auch wenn es aus der
gleichen Modellreihe kommt, klingt anders. Kleine Unterschiede im Windkanal oder
Labiumbereicht ( es kann sich um hunderstelmillimeter handeln) bringen
Klangunterschiede hervor, die auch durch die genaueste Machine oder den
präzisesten Intonateur nicht verhindert werden können und unter umständen
grössere Bedeutung haben, als die Holzart. Somit gibts eigentlich nur eins:
Eine Vorstellung haben, wofür das Instrument gebraucht wird und dann
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